Naturschutzverein Erlenbach a. Main e.V.
Naturschutzverein Erlenbach a. Main  e.V.

Projektbeschreibung

Mit dem Projekt wird ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft erreicht.

Die vorgeschichtlichen Grabhügel werden als regionale Besonderheit des Südwest-Spessart herausgestellt und als solche aufgewertet.

Aufgrund ihrer Lage und ihrer erosionsbedingte Nivellierung über die Jahrhunderte, werden diese einzigartigen Denkmäler der Vorgeschichte kaum noch wahrgenommen und beachtet.

Zielvorgabe des Projektes ist die Kombination von Rekonstruktionen archäologischer Strukturen im Außenbereich und der Wissensvermittlung mit verschiedenen Informationsmedien.

Dadurch sollen diese Denkmäler wieder in Wert gesetzt werden.

Ein Ziel ist dabei, die Kultur- und Naturlandschaft zu erhalten und aktiv zu nutzen.

Das Projekt soll alle Altersklassen ansprechen und bietet dementsprechend unterschiedliche Informationsmöglichkeiten.

Erstmalig werden hier Grabhügel als eindrucksvolle Dokumente der Vorgeschichte thematisiert und der Öffentlichkeit präsentiert.

Dies wird durch die Sichtbarmachung von Kulturlandschaftselementen realisiert.

Dadurch werden die Besucher auf historische Geländeformen aufmerksam gemacht.

Dazu werden auf den dazugehörigen Schau-Tafeln den Besuchern noch weitere Informationen vermittelt, über einen QR-Code auch in englischer und französischer Sprache.

Durch die Einbindung in das Wandernetz des Spessartbundes wird der Weg über den Spessartbund beworben.

Das Projekt nutzt einen bestehenden Naturpark-Parkplatz und teilweise die Wegeverläufe des „Fränkischen Marienwanderweges“, des Spessartbund-Weges  „Querstrich“ und des Naturpark-Rundweges „Schmetterling“.

Rundwege, wie im vorliegenden Projekt, sind für den Ausflugstourismus von großer Bedeutung und erweitern entscheidend das regionale Angebot für Erholungssuchende.

Als Rundweg von ca. 2,8 km ist der Weg eher als Spaziergang konzipiert, ergänzt aber als solcher das Wegeangebot im Spessart.

Er bietet auch der einheimischen Bevölkerung die Möglichkeit, schattige Wege und Verweilplätze aufzusuchen, was im Zeitalter der Klimaveränderung sicherlich gut angenommen wird.

Er fördert auch die Aktivitäten zu Fuß und damit eine umweltfreundliche Freizeitmöglichkeit. Er ist auch generationsübergreifend ausgerichtet und dementsprechend attraktiv z.B. auch für Familienausflüge.

Bei einer Neuauflage der Wanderkarte wird der Weg kartographisch erfasst und in der regionalen Wanderkarte verzeichnet.

 

Im November 2020 fasste der Naturschutzverein den Beschluss, einen Arbeitskreis

-Archäologie– zu gründen.

Ziel dieses AK sollte sein, der Bevölkerung die Denkmäler unserer Vergangenheit, hier insbesondere die Hügelgräber in unserer Gemarkung zu erhalten und somit der Öffentlichkeit und unseren Nachkommen zu präsentieren.

Die Gründung des AK Archäologie fand aber bisher nicht statt. CORONA hat dies bisher verhindert.

Trotzdem waren wir bisher in dieser Sache aber sehr aktiv und haben schon viel erreicht.

Es wurde in Verbindung mit dem LAG Main4eck unter der Leitung von Dr. Jürgen Jung ein Konzept entworfen, dass den Titel „Themenweg Hügelgräber“ trägt.

Geplant wurde hierbei ein Rundweg in der Gemarkung Mechenhard, der zu den beiden noch recht gut erhaltenen Hügelgräberfeldern aus der Hallstattzeit (ca. 750 – 450 v. Chr.) führt.

 

Ausgangspunkt des Themenweges ist der Parkplatz an der Verbindungsstraße Mechenhard-Schmachtenberg bei Tafel 1. Weitere Parkmöglichkeiten befinden sich an der Kapelle Mechenhard.

 

Dem Besucher wird auf dem Themenweg anhand von sieben Info-Tafeln die Vorgeschichte um Mechenhard /Streit erklärt.

Auf Tafel 1, dem Ausgangspunkt des Themenweges wird die Wegstrecke dargestellt.

Auf Tafel 2 wird über die Grabungen/Plünderungen sowie deren Funde daraus und dem Verbleib informiert.

Auf Tafel 3 wird auf die geschichtliche Vergangenheit der Region hingewiesen.

Tafel 5 zeigt den Aufbau eines Hügelgrabes.

Auf Tafel 6 werden die Standorte der Hügelgräber in den Stadtteilen Mechenhard und Streit gezeigt.

 

Auch gibt es dort  noch zwei interessante Standorte von zwei jüngeren Denkmälern.

 

Es handelt sich dabei um die sog. Flugwacht, d.h. einem Beobachtungsturm, auf dem junge Frauen in den Jahren 1938 bis 1945 rund um die Uhr den Luftraum in Richtung Westen beobachten und ihre Ergebnisse an eine Befehlsbaracke weitermelden mussten.

Diese beiden Gebäude wurde 1945 beim Heranrücken der U.S. Armee verbrannt. Uns ist es gelungen, die Standorte dieser Einrichtungen wieder zu orten. Dabei halfen uns auch zahlreiche Hinweise von noch lebenden Zeitzeugen. (Tafel 4).

 

Ein weiterer interessanter Fund des Themenweges war das Auffinden des Standortes eines früheren Galgens der Stadt Klingenberg mit Hilfe der geophysikalischen Vermessung (Tafel 7). 

Daher stammt der Namen der Gemarkung „Galgenberg“.

 

An den Standorten der Info-Tafeln befinden sich schattige Verweilplätze. Zudem sind am Anfang des Themenweges bei Tafel 1 und in der Mitte der Strecke sind noch jeweils zwei Kunstobjekte des Holzbildkünstlers Konrad Franz zu sehen, die sich beide mit der Thematik der Vorgeschichte befassen.

Für die Besucher des Themenweges, die sich ein Bild über den heutigen Zustand der Hügelgräber machen wollen, wurden alle früheren Gräber mit einem Beschriftungsstamm versehen (Nr. 1 – 16).

Die beiden Erdentnahmestellen, für die Gräber und  die beiden früheren Gebäude der Flugwacht, wurden ebenfalls entsprechend markiert.

 

Sollten Sie Interesse an der Vorgeschichte unserer Heimat haben, können Sie sich gerne melden, wir würden uns darüber sehr freuen.

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